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Gepostet by on Aug 14, 2013 in Allgemein | Keine Kommentare

Die Donauversickerung – ein Naturschauspiel der besonderen Art

Das Naturfreundehaus Donauversickerung hat seinen Namen durch die Donauversickerung erhalten. Für ein paar Monate jährlich hat das Flussbett kein Wasser. Dabei versickert die Donau im Kartstein des Jura. Unterirdisch fließt das Wasser für ungefähr 60 Stunden weiter, bis es dann 12 Kilometer weiter im Aachtopf wieder zu sehen ist. Von dort fließt das Wasser als „Radolfzeller Aach“ bei der Stadt Radolfzell in den Bodensee. Die Donauversickerung wird auch Donauversinkung genannt. Eine Klassenfahrt dorthin kann sehr lehrreich für die Schüler sein. Immerhin ist dieses Naturschauspiel einzigartig. Durch die Nähe vom Naturfreundehaus Möhringen ist eine Erkundung dorthin ein unvergessenes Erlebnis und Naturschauspiel. Der Grund für die Donauversickerung liegt an der Jura-Zeit, die 56 Millionen Jahre andauerte. Alexander von Humboldt gab dieser Zeit den Namen „Jura“. Hauptsächlich besteht das Juragebirge aus Sedimenten (Ablagerungen), die in dieser Zeit am Tethysmeer abgelagert wurden. Diese kalkhaltigen Gesteinsschichten sorgten dafür, dass die Schwäbische Alb entstand. Durch chemische Prozesse an der Oberfläche sowie im Untergrund entstehen Hohlräume und Spalten. Dort verschwindet (versickert) das Wasser der Donau. Dort bilden sich auch sogenannte „Dolinen“. Das sind Hohlräume, die immer wieder einstürzen können. In der Zeit der Donauversickerung ist der Krähenbach bei Möhringen die Quelle der Donau. Dieses Naturschauspiel sieht man in den Sommermonaten. Es ist auch möglich, dass man das Flussbett von Mitte Mai bis September durchwandern kann. Der Tourismusservice Tuttlingen bietet regelmäßig Führungen zur Donauversickerung an. Dabei kann man Fossilien sammeln und hat somit ein unvergessliches Andenken für zuhause.